Hessischer Bildungsserver / Bildungsregion Bergstraße

Asperger-Autismus und Schule zum Zeitpunkt von Pubertät und Übergang in Beruf /Studium

Thema Asperger-Autismus und Schule zum Zeitpunkt von Pubertät und Übergang in Beruf /Studium freigegeben
Inhalt/Beschreibung

Vortrag1: Pubertät bei Heranwachsenden im Autismus-Spektrum: eine Pubertät +Für alle Heranwachsenden ist die Pubertät eine schwierige Entwicklungsphase. Neusten Forschungen zufolge erfolgt in dieser Zeit ein systematischer Umbau der Gehirnstrukturen, die abgestimmt ist auf die körperlichen Wandlungen. Es kommt zu gravierenden hormonellen Veränderungen. Die Auswirkungen auf das Verhalten sind unübersehbar: Langeweile und Desinteresse an den gewohnten Beschäftigungen, schlechte Organisationsfähigkeiten und Stimmungsschwankungen. Einige dieser ganz "normalen" Veränderungen verstärken bereits vorhandene Probleme der Jugendlichen im Autismus-Spektrum weiter.Für viele Heranwachsende im Autismus-Spektrum ergeben sich in dieser Zeit aber noch zusätzliche Probleme. Dazu gehört z.B., dass sie aufgrund ihrer Probleme im Sozialverhalten nicht auf Hilfe und Unterstützung von Gleichaltrigen zurückgreifen können, die in diesem Alter üblicherweise eine große Rolle spielen. Einige erleben ihr Anderssein in stärkerem Maße und vor allem Jugendliche mit Asperger-Syndrom oder high-functioning-Autismus versuchen Anpassungsleistungen, die sie überfordern. Einige entwickeln depressive Störungen. Bei anderen treten in dieser Zeit erstmals epileptische Anfälle auf. Wie können Pädagogen damit umgehen? Welche Unterstützungen sind hilfreich? Wie kann man Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung Halt und Orientierung in der oftmals als noch chaotischer als bisher erlebten Welt geben?Vortrag 2: Autismus im Übergang von Schule zu Studium und BerufDer Wechsel aus der Schule in ein Studium bzw. in das Berufsleben stellt für alle jungen Leute eine krisenhafte Situation dar, in der neue Bewältigungsstrategien aktiviert werden müssen. Menschen im Autismus-Spektrum sind aber zudem oft umstellungserschwert. Neue Situationen, die unbekannte Handlungsmuster, Abläufe, Orte, Personen und Anforderungen beinhalten, müssen deshalb gut vorbereitet und begleitet werden. Für den Übergang in die Lebensphase nach der Schule gilt das in einem besonderen Maße. Wie gut es gelingt, Menschen im Autismus-Spektrum bereits im Vorfeld mit den neuen Orten, Personen, den anderen Kommunikationsstrukturen und Anforderungen vertraut zu machen, wie gut ein unterstützendes Netzwerk etabliert werden kann bestimmt erheblich, wie erfolgreich ein Studium bzw. der Berufseinstieg bewältigt wird.In diesem Vortrag werden Möglichkeiten der Vorbereitung und Begleitung dieses Prozesses aufgezeigt.Seminar:SchülerInnen im Autismus-SpektrumSchülerinnen und Schüler mit einer Diagnose aus dem autistischen Spektrum haben spezifische Lernvoraussetzungen, die im Unterricht Berücksichtigung finden müssen. Geschieht dies nicht, erleben sich alle Parteien als wenig erfolgreich und überfordert: die Schülerinnen und Schüler selbst, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und die unterrichtenden Pädagoginnen und Pädagogen. Dies bestätigen sowohl die Aussagen Erwachsener mit Autismus-Spektrum-Störung als auch die Erfahrungen vieler Lehrerinnen und Lehrer.Zu diesen besonderen Lernvoraussetzungen gehören u.a. ein konkretes Sprach- und Aufgabenverständnis, Schwierigkeiten in der Imitation, oftmals besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse in einzelnen Themenbereichen und ein besonderer Unterstützungsbedarf bei der sozialen Interaktion mit Gleichaltrigen. Darüber hinaus filtern viele Kinder und Jugendlichen im Autismus-Spektrum ihre Wahrnehmungen weniger, wodurch sie häufig stark sensorisch belastet werden. Einfache Hilfen können sie aber u.U. erheblich...

Zu erwerbende Fähigkeiten und Fertigkeiten

Vortrag 1:Die Teilnehmenden kennen die Auswirkungen neurologischer Prozesse während der Pubertät auf Impulskontrolle, exekutive Funktionen, Motivation und Emotionsverständnis.Sie verstehen, wie sich dies auf das Lernverhalten von SchülerInnen im Autismus-Spektrum auswirkt.Sie kennen spezifische Pubertätsprobleme dieser Schülergruppe, z.B. im Bereich der Interaktion mit Gleichaltrigen, dem Ablöseprozess von der Herkunftsfamilie und dem Auftreten von Epilepsie.Vortrag 2:Die Teilnehmenden kennen unterschiedliche Schwierigkeiten, vor denen Menschen im Autismus-Spektrum bei der Aufnahme eines Studiums bzw. des Berufslebens stehen können.Sie kennen verschiedene Möglichkeiten der Vorbereitung und Begleitung des jungen Erwachsenen.Seminar:Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von elementaren Kenntnissen über autismusspezifische Lernvorrausetzungen, inklusive der möglichen Nachteilsausgleiche, die gewährt werden können.Die Teilnehmerinnen kennen Probleme der Filterung von Wahrnehmu

Themenbereich Sonderpädagogische Förderung, Gemeinsamer Unterricht, Inklusion
Fächer/Berufsfelder kein Fachbezug
Zielgruppe(n) Ausbilder/innen in Studienseminaren, Lehrkräfte, Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben
Schulform(en) Alle Schulformen
Veranstaltungsart Einzelveranstaltung
Bildungsregion Bildungsregion Bergstraße / Odenwald
Anbieter/Veranstalter
Elterninitiative Asperger-Autismus Südhessen
Sabine Thelen
Heinrich-Weber-Straße 25
64646 Heppenheim
Fon: 06252/6526 
Fax:  
E-Mail: thelenmail@t-online.de
Hinweis(e) Kaffee, Kuchen, Imbiss und Kaltgetränke sind inklusive
Leitung Orga-Team der Elterninitiative Asperger-Autismus Südhessen
Dozentinnen/Dozenten Dr. Brita Schirmer
Dauer in Halbtagen 2
Zeitraum 11.11.2017 09:00 bis 17:00
Kosten 20.00€
Ort Geschwister-Scholl-Schule, Eifelstr. 39-43, 64625 Bensheim
Veranstaltungsnummer 0179009601
Interne Veranstaltungsnummer 01790096

Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung muss über die Seiten der Akkreditierungsstelle erfolgen. Suchen Sie dort bitte nach Ihrer Veranstaltung (Veranstaltungsnummer: 0179009601) und folgen Sie den Anweisungen und Hilfen der Akkreditierungsstelle.

Vielen Dank.